Auf dem neuesten Stand

Wenn Sie wissen möchten, was wir den ganzen Tag so machen und welche Neuigkeit die Branche aufhorchen lässt – dann sind Sie hier richtig. In unregelmäßigen Abständen schreiben wir über besondere Projekte bei Sepio, berichten aus unserem Alltag und veröffentlichen Meldungen, die irgendwie mit uns, Ihnen oder Druck im Allgemeinen zu tun haben.

Ein Kühlschrank als Selfmailer

Ansicht des geöffneten Selfmailers

Bildhaft wurde dabei umgesetzt: Leerer Kühlschrank = Hunger = Pizza bestellen. Aber nicht irgendeine, sondern die „Pizza kreativ“. Unterstützen sollte diese Bildsprache auch die Gesamtgestaltung des Faltblattes in Form eines Kühlschrankes. Auch der bisher stets beigelegte Gutschein durfte nicht fehlen. Im Selfmailer nun allerdings fest fixiert und doch perforiert abtrennbar – natürlich.

Die Herausforderung: Kostengünstige, also aufwandsgeringe maschinelle Umsetzung für 30.000 Kunden, Erfüllung aller postalischen Anforderungen und optimierter Versand. Soweit die Aufgabe. In enger Abstimmung mit den kreativen Köpfen des Kunden wurde die Idee unter Berücksichtigung der technischen Machbarkeit zu einer erfolgreichen Lösung weiterentwickelt.

Lack lässt sich schlecht personalisieren.
Der Druck des Faltblattes erfolgte im herkömmlichen Offsetdruck mit Dispersionslack, um ein Abscheuern der zurückgesetzten Farbkante des Gutscheines zu verhindern. Voller Schutz – Lack also über die gesamte Fläche? Naja, da wird wohl die Post beim Aufbringen Ihres bekannten Aufdrucks in der Codierzone graue Haare bekommen – und wir ein „das können wir so nicht verarbeiten“ am Tage der Postauflieferung. Was unsere Haarpracht sicher gleichartig colorieren würde.

Die Lösung: Durch Zuschneiden des Lacktuches wurde der Bereich Adressfeld und die Codierzone ausgespart. Günstiger Nebeneffekt: Auch wir tun uns beim Personalisieren der Adresse leichter. Jetzt ab mit den fertigen, abgepuderten Planobögen auf unsere Digitaldrucktechnik zur beidseitigen Personalisierung: auf der Faltblatt-Innenseite die individuelle Kundenanrede, auf der Außenseite der Adresseindruck.

Vier Rundungen könnten bei den Kosten anecken.
Schritt drei (oder ist´s nunmehr schon vier?): Wir müssen den Kühlschrank noch in Form bringen. Idee vom Kunden: Der Kühlschrank, ergo das Faltblatt im geschlossenen Zustand, bekommt im Retro Style vier abgerundete Ecken. Ok, sehr schön – stanzen ist über unser Cito-System direkt in der Druckmaschine kein Problem. ABER! Bei 30.000 Stück dann vor der Weiterverarbeitung die Spreu vom Weizen händisch trennen, also das Faltblatt von den Stanzabfällen befreien?

Mmh, hier ein Kompromiss: Ist vorstellbar, nur zwei Ecken abzurunden? Dann ginge: Kontur unvollständig stanzen, anschließend mit einem Schnitt auf Endformat bringen und das Objekt der Begierde fällt fast von allein aus dem Stanzabfall. Das bedeutet enorme Zeit- und Kosteneinsparung. Kunde: „Prima Idee, machen!“

Gute Reise und guten Appetit!
Nun liegt er vor, der „Faltkühlschrank“: gestanzt, gerillt und der Gutschein perforiert (alles in einem Atemzug) aber eben noch offen. Na dann mal zu damit! Gerade Anschlagkante und geschickt gewählte Kontur lassen ein maschinelles Falzen zu. Danach folgt der problemlose Endspurt: Erst zum Verschlusspunktekleben um die Anforderungen eines postalischen Versands zu erfüllen und bereits kurze Zeit später befindet sich der Selfmailer bereits in gelben Kisten – fein nach Postleitzahlen geordnet – im Postverteilzentrum. Natürlich wurde die gesamte Gestaltung im Vorfeld mit dem Verteiler abgestimmt, um auch dort Verarbeitungsschwierigkeiten auszuschließen.

Nach der bekannten, sogenannten Regellaufzeit landet dann das höchst ansprechende Faltblatt im Kasten nicht nur hungriger Endkunden und erzielt eine überdurchschnittlich gute Responsequote. Endkunde satt – Kunde zufrieden – Gestalter erfreut – und wir um die Erfahrung eines interessanten Projektes reicher – Alles gut!

Ansicht des geschlossenen Selfmailers in Form eines Kühlschrankes
Ansicht des Druckbogens mit gestanzter Kontur.
Ansicht Selfmailerseite mit postalischen Elementen.