Wenn Sie wissen möchten, was wir den ganzen Tag so machen und welche Neuigkeit die Branche aufhorchen lässt – dann sind Sie hier richtig. In unregelmäßigen Abständen schreiben wir über besondere Projekte bei Sepio, berichten aus unserem Alltag und veröffentlichen Meldungen, die irgendwie mit uns, Ihnen oder Druck im Allgemeinen zu tun haben.

17.06.
2016

In Düsseldorf war drupa und Sepio war dabei!

Ganze drei Tage haben wir uns in diesem Jahr Zeit genommen, um durch die neunzehn Messehallen der weltgrößten Fachmesse der Druckbranche nach Neuigkeiten, Herausragendem, Sehenswertem, Wissenswertem oder Lohnenswertem zu suchen.

....Und da waren wir, wie erwartet, nicht allein: In diesem Jahr besuchten rund 260.000 Besucher aus 188 Ländern die Fachmesse in Düsseldorf.  Im Vergleich dazu kamen 2012 noch über 314.000 Besucher, aber dafür hat Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH, eine Erklärung: „Die Kunden kommen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr mit großen Delegationen oder im Rahmen eines Firmenausflugs zur drupa. Vielmehr ist es das Top-Management, das nach Düsseldorf reist“ (1)

...So auch wir, beide Geschäftsführer der Sepio GmbH :-) Und so machten wir uns quasi auf eine Entdeckungsreise, mit einem im Vorfeld bestens vorbereiteten oHSAA (optimierten Hallen-Stand-Ablauf-Absolvierungsplan).

Wieder daheim, die Erlebnisse sind „verarbeitet“, die Füße abgeschwollen, möchten wir Ihnen unser kleines Fazit zur drupa 2016 nicht vorenthalten. Über Menge, Weite, Fülle und den letztlich Overload-Effekten am dritten Messetag (Hut ab vor denen, die als Aussteller die auf der 11-tägige Messe allumfänglich oder fast gänzlich Präsent waren) brauchen wir, so glaube ich, nicht zu reden. Ein paar kurzgefasste Eindrücke:

Erwartet: Der Digitaldruckbereich weitet sein Angebot nicht nur auf der drupa räumlich gesehen aus. Auffällig : Das fast stets und ständig vorherrschende Angebot an Inkjet-Großformatprintern jeder Art in gefühlt jeder Halle.

Eingebaut: (Wie schon 2012 bemerkt) In Fertigungsstrecken eingebaute Maschinenkonfigurationen, die fast nur noch schwer das eigentliche Geschäftsfeld des Ausstellers erkennen lassen.

Gigantisch: Riesige Stanzautomaten und unendlich lange Verpackungsstrecken,  die Hallen füllend, Spezialanwendungen abdeckende Kaufinteressenten anlocken – beides jenseits unserer Bedarfsvorstellungen.

Futuristisch: In Halle 9, dem Motto der diesjährigen Drupa: „touch the future“ zu einhundert Prozent Rechnung tragend: futuristische Maschinen. Raumschiffgleich designd werfen sie 3D  Objekte aus - eine produktionsfähige, riesige Arbeitsstudie –beeindruckend aber irgendwie zugleich unreal. Daneben startet dreimal täglich eine riesige Marketingshow – nanoprint, made by Landa. 2012 eine Wahnsinns Sensation, enttäuschten die diesjährig auf der Messe präsentierten Ergebnisse des „Reifeprozess des Digitalen-Großformatprints auf Nanotechnik“ fast schon ein wenig. Zwar ist das Maschinenspektrum weit aufgefächert wurden, Maschinen von Rolle, mit Wende, mit erweiterten Farbraum sind zu sehen,  zu viele Fragezeichen bleiben jedoch im Raum stehen. – Die Maschinendemonstrationen (steter Druckbildwechsel in der Auslage bei einer Geschwindigkeit von 15.000 Bg/h) wirken selbstbewusst und effektgeladen. Eine Beurteilung der Druckqualität erlauben jedoch nur später ausgehändigte (handverlesene?) Musterbögen. Es schwebt eine gewisse abwartende Unsicherheit und beobachtende Neugier über jeden Betrachter und vermutlich auch über den klassischen Offsetmaschinenanbietern. Zusammenfassend würde ich mich zu folgender Einschätzung hinreißen lassen: Zukunft ja, Gegenwart nein.

Generell muss man sagen, das wir bei unserem Weg durch die Hallen in diesem Jahr auf keine Maschine, kein Verfahren, keine Fertigungsidee gestoßen sind, was bei uns einen „Wow-Effekt“, ein „Must-Have-Feeling“  erzeugt, oder zu irgendeiner Investitionsüberlegung der besonderen Art angeregt hätte.

Abschließend noch ein kleiner „Sepio- touch the future“ Ausblick: Wie gesagt sind wir in diesem Jahr gut vorbereitet und eigentlich mit einem fest abgesteckten, bereits eingetüteten Investitionsvorhaben in Düsseldorf angereist. Drupa 2016: Sepio nimmt zum informativer Branchenrund- und Techniküberblick teil. Alles gut, alles schick.... Mittwoch, Tag 1, Stunde 1, Stepp 1 auf unserem Tagesplan....Auf der Drupa ist nichts wie vor der Drupa! Eine Konfigurationsneuheit bei unserem Digitaldruckmaschinenhersteller des Vertrauens macht uns hellhörig und die nachfolgenden Stunden und Tage nicht nur für uns überlegungsgeladen, gedanken- und zahlenspielreich. Und so beschäftigen wir uns mal „so auf die Schnelle“ mit einem Investitionsschritt, der zwar strategisch in den Folgejahren schon geplant war, nun aber um mindestens zwei Jahre vorgezogen werden und unser Investitionsvolumen fast verdreifachen wird. Nach Abwägung, die uns begründet durch eine nicht eindeutig ausfallende Vor/Nachteil-Liste beider in Frage kommender Maschinen, nicht leicht gefallen ist -  werden wir es tun, wir werden investieren in eine .......

....oh, oh Stopp! Noch sei nicht viel verraten, vorerst nur so viel: Wir erreichen einen angenehmen, matten Teint, teils strahlender und bei Bedarf  länger! Na neugierig?

Das Highlight unsres zukünftigen, erweiterten Leistungsspektrums stellen wir Ihnen später ausführlich vor! Bleiben Sie gespannt!

Nachtrag:  Übrigens wurden in den letzten Tagen die bereits für die nächste Drupa im neuen dreijährigen Turnus werbenden Plakate wieder abgehangen und gegen riesige Banner 2016 -> 2020 June 23 – July 3 ausgetauscht – die Drupa bleibt im alten 4-jahresrhytmus. Damit Reagiert die Messe auf die Einwände der ausstellenden Industrie gegen den verkürzten Intervall. „Die aktuelle drupa, ...., hat eines sehr deutlich gemacht: Ihr Alleinstellungsmerkmal sind die Produktionsanlagen, die vollständig in Betrieb sind“, erläutert Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. Das ist mit sehr hohen Aufwand verbunden (wir haben noch die Bilder von riesigen Stanzautomaten oder voll produzierenden meterlangen Fertigungsstrecken, die sich quasi raumfüllend durch die Halle schlängeln im Hinterkopf), kosten- und personalintensiv – soll aber auch so bleiben. Drupa wird nicht zur Mustermesse und das können wir nur begrüßen....

NL

Quelle: (1) www.drupa.de -> Siehe hier